Medien

Quelle: SE Walldorf-St. Leon-Rot

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Quelle: Seelsorgeeinheit Walldorf-St. Leon-Rot

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Wie Jugendliche Zukunft sehen / prägen

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Quelle: SE Walero

"Die bewohnte Erde"

Liebe Leserinnen
und Leser,

Immer wieder bin ich fasziniert davon, wie es in verschiedenen Sprachen möglich ist, mit einem Begriff oder mit wenigen Worten präzise einen bestimmten Sachverhalt zu beschreiben. Eines dieser Worte ist für mich das alt- griechische Wort „Oikumene“. Darunter verstehen wir heute meist die Zusammenarbeit über Konfessionsgrenzen hinweg, meist zwischen der Katholischen und den evange- lischen Großkirchen in unserem Land.
Ursprünglich ist das Wort von der Ökumene aber viel weiter gemeint. Da geht es um nichts weniger als die „bewohnte Erde“. Darunter verstanden die alten Griechen das kultivierte Land, den Lebensraum der verschiedenen Völker. Dabei geht es um das gute Miteinander der verschiedenen Völker und Kulturen. Ein Begriff der also auch in unserer Zeit höchst modern ist. Ein Begriff der auch die Herausforderung beschreibt, mit anderen Kulturen friedlich zusammen zu leben, auch in unserem Land und auch mit der Inte- gration von geflüchteten Menschen.
Ökumene kann heute keine Frage des Wollens mehr sein, sie ist einfach eine Not- wendigkeit. Jesus selbst wünscht sich für seine Jünger im Johannesevangelium, dass „sie eins sind“ (17,21). Diese Einheit ist gewissermaßen das Erkennungszeichen der Jesusnachfolge.
Auf der anderen Seite schafft bzw. bewahrt Ökumene auch den sozialen Frieden zwischen den verschiedenen Völkern und Religionen. Daher müssen wir heute Ökumene im ursprünglichen Sinne verstehen.
Einer wirklich ernst gemeinten Ökumene geht es daher nicht um das Verwischen oder Aufheben der bestehenden Unterschiede zwischen den Konfessionen bzw. Religionen. Vielmehr geht es darum, das Anderssein und das andere Denken jeweils anzuerkennen, zu akzeptieren und manchmal auch auszuhalten. Es geht mit anderen Worten um eine „versöhnte Verschiedenheit“.
Mit Ihnen darüber ins Gespräch zu kommen, würde mich freuen.
Gelegenheiten, die Ökumene ganz praktisch einzuüben und zu zeigen, gab es (z.B. beim Ökumenischen Gottesdienst am 9. Juli beim VfB/St. Leon) und gibt es in diesem Jahr genug. Auch in den nächsten Wochen bei uns in Walldorf, St. Leon, Rot und Um- gebung: Am 16. Juli in Wiesloch beim Gottesdienst „in ökumenischer Verbundenheit“ zum Evangelischen Bezirksfest, bei dem u.a. auch der Katholische Dekan Pfr. Jürgen Grabetz aus Hockenheim das Predigtwort ergreifen wird, und am 23. Juli beim Ökume- nischen Stadtteilgottesdienst an der Waldschule in Walldorf.
Noch was zum Schmunzeln: Der katholische „Armenpfarrer“ Franz Meurer aus Köln meint: „Ökumene ist doppelt so gut und halb so teuer“.
Eine gesegnete Zeit mit schönen ökumenischen Begegnungen wünscht Ihnen

Javier Sosa y Fink, Pastoralreferent

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