Pfarrgemeinde St. Mauritius, Rot

 
In der Pfarrgemeinde St. Mauritius in Rot leben gegenwärtig rund 3700 Katholiken. Damit sind 61,55 % der Einwohner katholisch.

In der Pfarrgemeinde wird Wert auf die Pflege der Tradition gelegt. Dies sieht man besonders an Hochfesten, an denen sich viele Gemeindemitglieder aktiv an der Gestaltung der Festgottesdienste beteiligen. Die Kirchenmusik nimmt bei der Gestaltung der Gottesdienste einen besonderen Stellenwert ein.

Monatlich treffen sich die Kindergarten- und Grundschulkinder parallel zum Hauptgottesdienst – mit und ohne Begleitung der Eltern - zur „Kinderkirche“.

Alle drei Kindergärten in Rot stehen unter der Trägerschaft der katholischen Pfarrgemeinde. Ihre Angebote werden gerne angenommen.

Die Katholische Junge Gemeinde (KJG) bietet wöchentliche Gruppenstunden für Mädchen und Jungen im Alter von 8 Jahren aufwärts an, verwaltet eigenständig einen KJG-Disco-Keller, führt Sommerzeltlager durch, wirkt bei der Roter Straßenkerwe mit und beteiligt sich an Umweltschutzaktionen.

Die Ministrantengemeinschaft ist zahlenmäßig groß. Neben ihrer Hauptaufgabe, dem Dienst am Altar, verantwortet sie Gruppenstunden für Mädchen und Jungen im Alter ab 9 Jahren, ein Sommerzeltlager, ein jährliches Sommerfest und die jährliche Sternsingeraktion und weitere soziale Projekte.

Die Katholische Frauengemeinschaft (kfd) gestaltet Gottesdienste, Maiandachten, lädt zum Frauenfrühstück und zu Themenabenden ein und fördert somit auch die religiöse Weiterbildung. Das Frauenfrühstück wird abwechselnd mit der evangelischen Pfarrgemeinde organisiert und ist ein Beispiel für gelebte Ökumene. Zur Pflege der Gemeinschaft wird u.a. jährlich eine Frauenfastnacht gestaltet.

Einige Gemeindemitglieder engagieren sich in der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB), die sich der Katholischen Soziallehre verpflichtet sieht und Hilfsangebote für Menschen in Not bietet. Sie organisieren gesellschaftspolitische Vorträge.

Der leistungsstarke und mehrfach ausgezeichnete Cäcilienchor St. Mauritius Rot widmet sich insbesondere der musikalischen Gestaltung von Eucharistiefeiern an Feiertagen und engagiert sich auch bei weltlichen Anlässen.

Eine offene Gebetsgruppe versammelt sich regelmäßig zum Rosenkranzgebet und führt an den Fastnachtstagen ein 40-stündiges Gebet und am Gründonnerstagabend mehrstündige Betstunden durch.

Das Altenwerk, die Seniorengemeinschaft „Harres“ und die LimA-(„Lebens-qualität im Alter“)-Gruppe bieten den Senioren und Seniorinnen der Pfarrgemeinde regelmäßig ein abwechslungsreiches Programm.

Der Besuchsdienst überbringt Glückwünsche der Gemeinde an Altersjubilare und bei Ehejubiläen.

Der Vincentiusverein unterstützt mit den Jahresbeiträgen der rund 800 Mitglieder satzungsgemäß die Kindergärten und die Sozialstation finanziell.

Die Gemeindeanalyse ergab folgendes:
2/3 der auf den Fragebogen Antwortenden geben an, eine gute bis sehr gute Beziehung zur Pfarrgemeinde zu haben; d.h. die meisten Roter Katholiken zeigen sich gegenüber der Pfarrgemeinde wohlwollend.
Auch wenn durchaus Interesse und Offenheit für die zentralen Fragen nach Religiosität und Lebenssinn vorhanden sind, so werden doch die Antworten darauf nicht immer bei der Kirche gesucht.

Derzeit stützen die über 55jährigen zu über 50% das aktive Leben der Pfarrgemeinde. In der Altersgruppe der 14-54-Jährigen sind das Interesse und die Beteiligung am Gemeindeleben nur gering. Die Vermutung liegt nahe, dass in diesem Alter Beruf, Aufbau einer eigenen Existenz und Familie wichtiger sind und viel an Zeit binden.

Den größten Abstand zur Pfarrgemeinde hat die Altersstufe der 14-34-Jährigen. Die, die sich von der Pfarrgemeinde angesprochen fühlen, entstammen mehrheitlich dem bürgerlichen, mittelständischen Milieu und stehen der Kirche loyal gegenüber.

Einen besonderen Stellenwert messen die Gemeindemitglieder dem Erhalt der kirchlichen Gebäude zu.

Basierend auf den Erkenntnissen, die aus der Situationsanalyse gewonnen wurden, hat sich der Pfarrgemeinderat folgende grundlegende Aufgaben gestellt:
Kontaktaufnahme mit sogenannten mehr oder minder „Fernstehenden“ und einzelner gesellschaftlichen Gruppen (Senioren, Eltern, Alleinerziehende, Jugendliche), um deren Erwartungen und Wünsche an die Kirche bzw. Gemeinde und die persönlichen Sorgen und Nöte und Lebensumstände noch besser kennenzulernen. Dazu werden von Seiten des Pfarrgemeinderates in einem ersten Schritt Kontakte mit Betriebsräten, mit Vertretern sozialer Einrichtungen (Sozialstation, Caritas, Seniorenheim, Tagespflege, Kindergärten) und örtlichen Lehr- und Ausbildungsbetrieben geknüpft und Gespräche vereinbart, um mehr Informationen über die altersspezifischen Lebenswirklichkeiten der Gemeindemitglieder gewinnen zu können.

Unser Leitbild ist:
Wir wollen alle Menschen in der Gemeinde ansprechen und für alle eine Anlaufstelle sein. Wir legen Wert darauf, das Echte und Authentische des katholischen Glaubens zu bewahren und es in die Gegenwart zu transferieren, um auch in der Zukunft zeitgemäß handeln zu können. Unser Ziel ist es, dies - vom Geist Gottes getragen - gemeinsam mit allen Mitgliedern der Gemeinde zu leben und zu erleben.