16.000 Kinder und Jugendliche am Altar und darüber hinaus

19.06.2026 | Erzdiözese ordnet aktuell rückgängige Zahl von Ministranten ein

Freiburg. Das Engagement von jungen Menschen als Ministrantinnen und Ministranten ist ein wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit in der Erzdiözese Freiburg. Eine aktuelle Umfrage der Fach- und Servicestelle Ministrantenpastoral ergab, dass zurzeit gut 16.000 junge Menschen als Ministrantinnen und Ministranten in den Pfarreien der Erzdiözese aktiv sind. Auch wenn sich die Anzahl in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 40 Prozent reduziert hat, sind doch weiterhin viele junge Menschen beim Dienst als Messdiener engagiert.
 
„In der Ministrantenpastoral ist uns schon immer wichtig, dass Minis ‚mehr als Messdiener‘ sind. Deshalb sagt die aktuelle Zahl für uns auch mehr aus, als ‚nur‘, wie viele junge Menschen in unseren Pfarreien bei den Gottesdiensten rund um den Altar ihren Dienst verrichten“, sagt Jan Eisele, Referent für Ministrantenpastoral in der Erzdiözese Freiburg. Ministrantinnen und Ministranten gestalten in Gruppenstunden, Ferienfreizeiten und anderen Aktionen einen großen Teil des Angebots für junge Menschen in den 36 Pfarreien der Erzdiözese. Sie schaffen damit einen wichtigen Zugang für mehr als 16.000 Kinder und Jugendliche, die aktuell in der Erzdiözese ministrieren, zum Gemeindeleben.
 
Die aktuelle Statistik über die Zahl der Ministranten und Ministrantinnen fällt in eine Zeit, in der in der Katholischen Kirchen in Deutschland wie auch in der Erzdiözese Freiburg vieles in Bewegung ist. Geringere Geburtenjahrgänge, sinkende Mitgliederzahlen und weniger Gottesdienste an einzelnen Orten sind sicherlich einige der Faktoren, die Erklärungen liefern können für die sinkenden Ministrantenzahlen.
 
Die rückläufige Zahl ist für die Erzdiözese Freiburg Ansporn, die Arbeit mit den jungen Menschen zu intensivieren. „Die Zahl der Ministrantinnen und Ministranten wird ein wichtiger Gradmesser für die zukünftige Entwicklung unserer Gemeinden sein“, sagt Eisele. Es lohne sich deshalb besonders, vor Ort in den Kirchengemeinden weiterhin Zeit und Ressourcen in die Arbeit mit jungen Menschen zu investieren. Dabei gilt: Gute Ministrantenarbeit ist Beziehungsarbeit. In den aktuellen Veränderungsprozessen sei es zudem wichtig, weiterhin attraktive Angebote für und mit dieser Zielgruppe zu erarbeiten.
 
Die Fach- und Servicestelle der Erzdiözese wird die Kirchengemeinden auf diesem Weg unterstützen. „Wir sind in der Erzdiözese überzeugt davon, dass die Kirchengemeinden die Orte sind, an denen wir Lösungen für die Kirche von morgen finden können. Deshalb werden wir als Fach- und Servicestelle auch angesichts der neuen Zahlen nicht in Aktionismus verfallen, sondern in den kommenden Monaten mit den Engagierten vor Ort ins Gespräch gehen und genauer hinschauen, welche Kirchengemeinde welche Unterstützung braucht“, kündigt Eisele an. Dabei könne ein Fokus darauf liegen, erfolgreiche Konzepte aus einzelnen Kirchengemeinden auch in anderen Orten der Erzdiözese anzuwenden.
 
(asc)